Darmsanierung nach KMT

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
Antworten
olivia
Beiträge: 14
Registriert: 30.Apr.2015, 11:23

Darmsanierung nach KMT

Beitrag von olivia »

Hallo zusammen,

ich bin jetzt drei Jahre nach KMT und wenn es gut läuft, kann ich im August meine Immunsuppressiva absetzen. Z.Zt. nehme ich auch keine Antibiotika und kein Aciclovir mehr. Toi,toi, toi!

Ich frage mich nun, wie ich mal meinen Darm wieder aufbauen kann. Früher hat mir eine Onkologie empfohlen, nach häufigerer und längerer Antibiotikaeinnahme eine Kur zu machen mit Omniflora® und Mutaflo®. Die KMT-Ärzte winken da nur ab, aber meine Erfahrung ist, dass das einfach nicht ihr Métier ist. Für sie gelten nur Die harten Fakten: Atmung und Puls. So kommt es mir zumindest oft vor.

Allerdings habe ich auch schon mal gehört, dass das gefährlich sein kann. Aber warum? Und wann nicht mehr?

Hat jemand von Euch nach Absetzen der Medikamente Erfahrungen mit so etwas gemacht oder sich für die Sanierung der Darmbakterien interessiert?

Das ist immerhin ein wichtiger Teil des Immunsystems und ich finde, vernachlässigen sollte man den Darm, wenn er einigermaßen fit ist, dahingehend nicht.

Viele Grüße, Olivia
olivia
Beiträge: 14
Registriert: 30.Apr.2015, 11:23

Darmsanierung nach KMT

Beitrag von olivia »

Hallo Ihr Lieben,



leider hat niemand bisher geantwortet. Liegt das daran, dass der Darm ein unliebsames Organ ist - obwohl er ja auch Charme haticon_lol.gif oder liegt es daran, dass niemand sich damit bisher beschäftigt hat (gibt ja oft sehr viel Schlimmerers) oder liegt es daran, dass Ärzte nicht darauf aufmerksam machen?

Na, wie auch immer, ich habe mich weiter damit beschäftigt und eine Zeit lang einfach Kefir getrunken. Zu Sauerkrautsaft, der auch empfohlen wird, konnte ich mich, obwohl er hier steht nicht durchringen bisher.

Dann habe ich vorletzte Woche mal mit Actimel angefangen. (Mir ist bekannt, dass man das direkt nach der KMT nicht nehmen sollte, aber ich dachte nun, mit kaum Immunsuppression und 3 Jahre später...) Das lief auch erstmal sehr gut, aber dann bekam ich abends immer mehr Bauchschmerzen. Als es echt fies wurde, habe ich das Actimel schnell weggelassen und ein paar Tage Lefax genommen, was geholfen hat.

Nun bin ich allerdings so schlau wie zuvor. An wen kann ich mich wenden? Welcher Behandler macht sowas fachgerecht und die Schulmedizin mit einbeziehend? Ich bin ratlos.
Benutzeravatar
holger
Beiträge: 356
Registriert: 16.Okt.2013, 17:23

Darmsanierung nach KMT

Beitrag von holger »

Hallo Olivia,



ich habe nach Deinem Post noch mal darüber nachgedacht, wie das bei mir damals (ist ja schon lange, lange her) war.



Ich hatte damals mit dem Magen/Darmtrakt auch GvHD-Probleme.



Bei mir stand im Fokus, erst mal überhaupt Nahrungsmittel verarbeiten zu können. Eine echte Darmsanierung hat meiner Erinnerung nach nicht stattgefunden.



Auf Reha hatte ich diverse Ernährungsberatungen, die geholfen haben meine Probleme (Blähbauch, Durchfälle) in den Griff zu bekommen. Hier ging es aber hauptsächlich um die Vermeidung einiger Nahrungsmittel.



Es scheint so zu sein, dass das Thema immer noch ein wenig tabuisiert wird.



LG, Holger
olivia
Beiträge: 14
Registriert: 30.Apr.2015, 11:23

Darmsanierung nach KMT

Beitrag von olivia »

Hallo Holger,



klar, bei einer Darm-GvHD ist das ja noch was anderes. Aber die hatte ich zum Glück bisher nicht. Es sind einfach die Bakterien-Zusammensetzungen, die ja nach all den Chemos und Antibiotikas nicht im richtigen Gleichgewicht sind.

Ich weiß, die Schulmedizin hat damit nicht viel am Hut, aber das bedeutet nicht, dass der Darm nicht eine große Rolle im Gleichgewicht des Körpers spielt. Ich denke, ich werde mal weiter auf eigene Faust forschen...wie so oft schon in meinem Patientendasein.
Antworten