Polyneuropathie - Was macht ihr dagegen?

Störungen des zentrales und peripheren Nervensystems, (Empfindungsstörungen, Gedächtnis, Aufmerksamkeit oder Wortflüssigkeit)
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holger
Beiträge: 356
Registriert: 16.Okt.2013, 17:23

Polyneuropathie - Was macht ihr dagegen?

Beitrag von holger »

Hallo,



seit meiner letzten Behandlung habe ich doch nicht unerhebliche Probleme mit Empfindungsstörungen in Händen und Füßen (Polyneuropathien).



Ein von mir oft gehörter Ratschlag ist, dass sich das in den meisten Fällen nach einiger Zeit gibt.



Ich möchte mich aber nicht darauf verlassen, dass diese erhoffte Verbesserung von alleine auftritt.



Schwierig ist es für mich auch, Veränderung/Verbesserung überhaupt wahrzumehmen. Oft habe ich das Gefühle, dass es schon besser geworden ist. An manchen Tage verspüre ich eher eine Verschlkechterung. Richtig messen kann man das ja leider nicht.



Ich habe mache ein paar "Therapien", von denen ich das Gefühle habe, dass sie zumindest kurzfristig helfen.



- Massage der betroffenen Stellen mit einem Igelball

- Peeling mit 1 Teelöffel Zucker und 1 EL Olivenöl (Nebeneffekt: pflegt die Haut auch toll)

- Einreibung mit Aconitöl

- Barfußpfad (Hier nutze ich inzwischen die verschiedenen Oberflächen in unserem Garten



Was habt ihr denn noch für Strategien?



LG, Holger

Sperber
Beiträge: 1
Registriert: 01.Mai.2019, 22:27

Polyneuropathie - Was macht ihr dagegen?

Beitrag von Sperber »

Hallo Holger,



die PNP ist auf eine Schädigung der langen Nervenfasern (i.d.R. bevorzugt der längsten Fasern, die der Mensch so hat), und der schnellsten/empfindlichsten (das sind v.a. die Fasern der Vibrations- und Tastempfindlichkeit, aber auch die Rückmeldungsbahnen der Gelenk- und Muskelstellungsrezeptoren). Die Schädigung wird als irreversibel - also "endgültig" - angesehen, und das liegt an der beschädigten Reparaturfunktion, die die Nervenfasern bzw. die "Isolation" derselben normalerweise haben.

Ob besondere Pflege und ein Sensibilitätstraining (Barfußpfad) objektiv etwas bewirken ist wohl bislang wissenschaftlich kaum beweisbar, aber individuell scheint das in verschiedenen Kombinationen zu helfen.



Bei mir ist Barfußgehen anfangs die Hölle gewesen, jetzt ist es nur noch unangenehm (ich bin heute "7 Jahre alt"icon_wink.gif. Aber die dünne Haut der Füße ist eigentlich sehr, sehr empfindlich, ich muss höllisch auf Druckstellen an den Zehen achten, als ob ich ein Diabetisches Fußsyndrom hätte. Ich spüre also viel zu wenig, und entsprechend hoch ist das Risiko für Druckgeschwüre und Infektionen etc. an den Zehen. Gegen die Schmerzen nehme ich seit ca. 6 Jahren Pregabalin, das vertrage ich gut, ich würde sagen ohne unerwünschte Wirkungen.



VG



Andreas
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